Mamasache

Fehlt mir der Mutterinstinkt ?

Mit der Geburt von unserer Lily hat sich mein Leben um 360 Grad gedreht und dieser Umstand war für mich anfangs schwer. Ich habe die Zeit für mich allein vermisst, meine Arbeit, meine Hobbys, die sozialen Kontakte, die Hobbys, Arbeit und Freizeit mit sich bringen und vor allem den spontanen Lifestyle als Paar. Wochenendtrips, Weintrinken nachts auf einer Hotelterrasse in Seoul, Bangkok oder Paris. Oder die langen Abendessen mit Freunden beim Italiener um die Ecke und das Weiterziehen in eine gemütliche Bar danach bis zum Brötchenklau in der Bäckerei, an der wir dann auf dem Nachhauseweg vorbei mussten, weil wir in der Wohnung über ihr gewohnt haben und um 2 Uhr morgens die Brötchen schon auf silbernen Metallrollwagen wie auf dem Präsentierteller zum Abkühlen lagen. Natürlich hab ich am Morgen danach immer Trinkgeld im Wert des geklauten Brötchens an der Theke gelassen und die Bäckersangestellten wussten ganz genau warum haha

Ich bin zu Konferenzen für meine Arbeit innerhalb der USA gereist oder hab Freiwilligenarbeit geleistet und an Wochenenden für einige Projekte gemodelt. Kurzum, als Lily hier war (und mein Herz bis zum Rand gefüllt mit Liebe für sie) hab ich dennoch den Lebensstil vermisst, den ich bzw. wir als Paar vor dem Leben als Eltern gelebt hatten.

Der Lebenswandel, der unweigerlich mit der Ankunft eines Babys einhergeht, war eine ziemliche Herausforderung für mich. In diesem Video teile ich mit dir warum ich mich wie eine Außenseiterin in der Gruppe von Mamas gefühlt hab und wie ich die Situation heute sehe.

Es ist okay von diesem riesigen Lebenswandel überwältigt zu sein! Das heißt nicht, dass du eine weniger gute Mama bist als die anderen <3

XoXo

Jessy

4 Kommentare

  • Steffi

    Du bist echt ne coole Socke 🙂 Ich bin zufällig über ein YouTube – Video von dir gestolpert als ich Schwanger war und verfolge dich seitdem regelmäßig! Unser Krümel ist 8 Monate & manches hab ich ähnlich erlebt und gefühlt wie du 😉 Ich mag dich <3 und die Schleife ist echt Zucker 😀

    • Jessy

      Hey Steffi,
      thank you!!! Es tut gut zu wissen, dass man nicht vollkommen allein ist mit diesen Erfahrungen. Für jede Mama ist das anders, ich weiss, aber dennoch tut es gut zu hören „ich kenn das auch.“ Danke dafür! Jessy

  • Lisa

    Hallo liebe Jessy,

    ich habe dich vor einiger Zeit über Mellis Youtubevideos gefunden und bin gerade dabei, deine ganzen Videos Stück für Stück zu erkunden. Dieses Video hat vieles in mir angesprochen, vor dem ich bei der Kinderplanung (solange man planen kann ;)) Angst bzw. Repsekt habe. Ich habe noch kein Kind, bin Ende 20 und in einer stabilen Beziehung, der Kinderwunsch schummelt sich nun immer mal in mein Leben hinein. Aber genau dieser Umschwung, von dem du sprichst, das Vermissen des alten Lebens, machts mir schwer, einfach zu sagen, ja, ich möchte jetzt ein Kind. Ich mag mein jetziges Leben nämlich auch sehr gerne. Nach verschiedenen WGs in verschiedenen Städten Deutschlands wohne ich nun das erste Mal in einer Wohnung nur für mich allein und genieß es so! Jetzt gerade liege ich z.B. krank im Bett und kann mich komplett auf mich und das Gesundwerden konzentrieren und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Diese Allein-für-mich-Zeit wäre, glaube ich, genau das, was nicht mehr bzw. nur noch ein mini bisschen möglich wäre… Und auch die Zweisamzeit mit meinem Freund oder noch mit weiteren Freunden an den Wochenenden genieße ich so sehr, dass ich mir unsicher bin, ob ich das ändern möchte. Andererseits möchte ich auch wirklich Kinder haben.

    Ich weiß nicht, ob ich bereit bin. Kann mein bereit sein?
    Liebe Grüße an dich und danke fürs Teilen deiner Gedanken!
    Die Lisa

    • Jessy

      Den richtigen Zeitpunkt gibt es nie.. Es wird sich viel ändern in deinem Leben. Vielleicht geht dir dieser Wechsel vom Lebensstil ganz leicht von der Hand, vielleicht aber fällt es dir auch schwerer (so wie es bei mir war) ABER eines ist ganz sicher: nie wieder möchte ich es missen, dieses kleine Menschlein lachen zu hören, Knete an die Wand schmieren, zu sehen, oder ihre großen Augen auf Foto festzuhalten wenn sie ihre erste Geburtstagskerze sieht. Ich glaube, das Leben mit Kindern verhält sich so wie die Sache mit dem Glück im Leben: es ist pures Gold (eine Familie zu haben oder ein erfülltes Leben zu führen) aber von einfach hat nie jemand etwas gesagt! Es kommt nicht ohne Ups and Downs oder ohne dass man etwas dafür tut. Ich wusste, ich wollte immer Kinder. Ich hab einige Jahre mein leben in vollen Zügen genossen.. der Kinderwunsch kam.. ich hatte dennoch immer noch Riesenangst vor der Verantwortung und vor dem Lebenswandeln.

      Heute aber kann ich sagen, ich habe in mein neues Leben als Mama kleine Zeitfenster meines alten Lebens hineingebaut: Date Nights, Vormittage zum Lernen oder fuer meine Arbeit, Kaffee mit Freunden aber in einem kinderfreundlichen Café..Ausserdem kam neues hinzu: Kitzelkaempfe auf dem Wohnzimmerboden, gemuetliche Zoonachmittage, Maerchenhoerspiele und Mittagsschlaf in Familie wenn es klappt. Am Ende meines Lebens will ich wissen, dass ich eine wundervolle Mama fuer meine Kinder war und sie zu Menschen erzogen habe, die die Welt ein Stückchen besser machen. Das sind fuer mich die elementaren Ziele in meinem Leben.

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